Mitarbeitervorteile, wie eine attraktive Bezahlung, die Möglichkeit zur flexiblen Gestaltung von Arbeitszeiten und Arbeitsorten, sowie gute Weiterbildungsangebote sind für das Employer Branding essenziell. Regelmäßige Mitarbeiter-Events sind eine zusätzliche Möglichkeit, das Image der Arbeitgebermarke weiter auszubauen und junge wie erfahrene Talente an das Unternehmen zu binden.
After-Work-Events zählen zu den Eventformaten, die dazu beitragen können, die Belegschaft zu motivieren und die Bindung an das Unternehmen zu stärken. Obwohl es auch einige Kritikpunkte an betrieblich initiierten After-Work-Veranstaltungen gibt, sprechen zahlreiche Gründe dafür, das Format in Betracht zu ziehen. Neben der Möglichkeit einer neuen #MondayMotivation, hier die wichtigsten Vorteile in der Übersicht:
1. Mitarbeiter vernetzen
After-Work-Veranstaltungen bieten eine ausgezeichnete Gelegenheit für die Mitarbeitenden, sich außerhalb ihrer regulären Arbeitsaufgaben miteinander zu vernetzen und soziale Bindungen aufzubauen. Durch gute persönliche Beziehungen kann der Teamzusammenhalt und die Qualität der Zusammenarbeit steigen, was zu mehr Produktivität und einer harmonischeren Arbeitsatmosphäre führt.
Wichtig ist, dass die Mitarbeitenden tatsächlich einen lockeren Rahmen vorfinden und die Afterwork Events primär Entspannung bieten, d.h. nicht nur eine Verlagerung der Arbeit sind. Abteilungen und Hierarchieebenen sollten sich vermischen und ungezwungen miteinander plaudern. (Insbesondere die Führungskräfte sollten nicht die ganze Zeit zusammenstehen, sondern Kontakte zu den Mitarbeitenden suchen.) Das zwanglose Networking kann den Austausch von Wissen, neuen Ideen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen fördern, was die Gesamteffektivität der Organisation verbessert.
2. Konstruktive informelle Kommunikation
Während "Flurfunk" manchmal einen negativen Beigeschmack hat, weil hier Nörgeleien und Gerüchte gerne Fahrt aufnehmen, können After-Work-Events dem informellen Austausch innerhalb der Belegschaft eine positivere Plattform bieten. Ein schönes Setup mit Loungebereichen, Stehtischen und einem leckeren Snack-Buffet motiviert eher zu konstruktiven Gesprächen als eine Ecke im Gang oder ein offizielles Meeting.
3. Wertschätzung
Durch regelmäßige After-Work-Veranstaltungen zeigt das Unternehmen, dass es sich für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden interessiert und dafür auch etwas investiert. Das Gefühl der Wertschätzung kann einen signifikanten Einfluss auf die Mitarbeitermotivation haben. Unternehmen, die das Wohlbefinden und die Work-Life-Balance ihrer Belegschaft priorisieren, sind attraktiv für Top-Talente. Durch die Organisation von After-Work-Veranstaltungen zeigt das Unternehmen, dass es seine Mitarbeitenden über ihr berufliches Engagement hinaus wertschätzt. Diese Wertschätzung kann dazu beitragen, Talente länger im Unternehmen zu halten und neue Talente zu gewinnen.
4. Innere Balance
After-Work-Veranstaltungen, die wirklich einen lockeren Freizeit-Charakter haben, bieten den Mitarbeitenden die Möglichkeit, nach einem arbeitsreichen Tag zu entspannen und sich zu erholen. Arbeitsbedingter Stress kann abgebaut und die innere Balance gefördert werden. Dies kann wiederum zu einer gesteigerten Produktivität und einer Verringerung von Fehlzeiten führen.
5. Erfolge feiern
After-Work-Events sind ferner die ideale Plattform, um Teamerfolge, erreichte Meilensteine oder erfolgreiche Projektabschlüsse auf einer pesönlichen Ebene zu feiern. Anders als in Teammeetings, ist es allerdings bei After-Work-Events besser, auf offizielle Auszeichnungen oder Lobesreden zu verzichten, da die Events dadurch wieder einen Arbeitscharakter bekommen.
6. Gemeinsame Identität
After-Work-Veranstaltungen bieten speziell dem Management die Möglichkeit, die Unternehmenskultur zu festigen und zu fördern. Wenn jedes After-Work-Event ein anderes Motto bekommt, können die verschiedenen Facetten der Unternehmenskultur, Mission oder Zukunftsvision auf eine ungezwungene Weise kommuniziert werden. Dies hilft, ein gemeinsames Identitäts- und Sinngefühl unter den Mitarbeitenden zu schaffen.
Jetzt noch ein paar praktische Tipps für die Umsetzung:
Location und Setup
Das primäre Ziel betrieblich initiierter After-Work-Events besteht darin, eine entspannte und gesellige Umgebung zu schaffen, in der die Mitarbeitenden sich entspannen und gemeinsam eine gute Zeit haben können. Besonders wichtig sind daher die Wahl geeigneter Räumlichkeiten und das passende Setup. Folgende Beispiele können auch gerne kombiniert werden:
Die After-Work-Lounge
Eine Lounge mit bequemen Sofas, Sesseln und Hockern, schön dekoriert, mit Musikuntermalung, bietet eine gemütliche und informelle Atmosphäre. In einer After-Work-Lounge können sich die Mitarbeitenden nach der Arbeit entspannen, plaudern und zusammen ein, zwei Drinks genießen.
Die After-Work-Bar
Ein Barbereich mit hohen Cocktailtischen und passenden Barhockern sorgt für intensive Kommunikation, denn die Bar-Atmosphäre fördert das permanente "Mischen" der Gäste.
Der lange Tisch
Große Gemeinschaftstische mit Bänken oder Stühlen sind perfekt, um ein Gemeinschaftsgefühl zu fördern und Gespräche zwischen den nebeneiander und gegenüber sitzenden Teilnehmenden anzuregen. Niemand sitzt stillschweigend an einem langen Tisch und wechselt kein Wort mit den Nachbarn. (Falls doch, unbedingt mal einen Smalltalk Kurs belegen …).
Rooftop Garten / Terrasse
Für die Sommersaison perfekt ist eine Terrasse oder eine Außenfläche mit stylischen Gartenmöbeln, bunten Sonnenschirmen, Pflanzen, Lichterketten, einer mobilen Bar und ggf. einem Grillbereich. Die Terrasse bietet eine erfrischende Umgebung, in der sich die Gäste unterhalten und die Abendbrise genießen können. Das i-Tüpfelchen ist die Lage im obersten Stock des Firmengebäudes oder einer externen Location, mit Weitblick in die Ferne. Die perfekte Umgebung, um die Seele schweifen zu lassen und mit netten Leuten einen Sundowner zu genießen.
Speisen
Die Auswahl der Speisen für eine After-Work-Veranstaltung hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Zeitfenster, dem Budget und auch den Vorlieben der Teilnehmenden ab.
Fingerfood und Vorspeisen sind leicht zu essen und ermutigen zum Probieren. Beispiele sind Mini-Burger, Mini-Sandwiches, Bruschetta, Mini-Quiches, verschieden Frühlingsrollen oder Gemüsespieße.
Ein After-Work-Buffet ermöglicht es den Gästen, einen wirklich schönen Abend zu haben und spart Singles den Einkauf für den Tag. Das Buffet sollte eine Mischung aus warmen und kalten Gerichten und gerne auch einen bunten Mix aus verschiedenen Spezialitäten bieten. Perfekt sind Salate, Pizza, Pasta, Tacos und ggf. auch eine Station zum Zusammenstellen individueller Sandwiches oder Bowls.
Beliebt sind auch kleine Tellergerichte mit einer Auswahl delikater Happen, wie Tapas, Bruschetta oder Spieße.
Süße Leckereien kommen bei Veranstaltungen immer gut an. Denken Sie auch bei After-Work-Events daran, eine Auswahl an kleinen Desserts wie Mini-Cupcakes, Macarons, etc. anzubieten. Eine Dessertbar mit einer schönen Auswahl süßer Leckereien ist perfekt, um neue Fans für die After-Work-Events zu gewinnen.
Getränke
Neben dem Essen sollte es natürlich eine Auswahl an Getränken geben. Wasser, Softdrinks, Säfte, ggf. auch ein, zwei Teespezialitäten sind ein Muss; Bier, Wein oder einen Signature Cocktail kann es auch geben, wenn der Alkoholgenuss im Rahmen bleibt und die Unternehmenskultur das Servieren von Alkohol bei Veranstaltungen zulässt.
Berücksichtigen Sie bei der Planung des Caterings auch etwaige kulturelle oder gesundheitliche Einschränkungen, Unverträglichkeiten und Allergien der Teilnehmenden. Denken Sie außerdem an die logistischen Aspekte, an eine möglichst geringe Müllproduktion und auch an die Reduzierung von "Food Waste".
Uhrzeit (Beginn der Veranstaltung)
Die beste Zeit für den Beginn einer After-Work-Veranstaltung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Da After-Work-Events in der Regel nach den regulären Arbeitszeiten geplant sind, ist es wichtig, eine Zeit auszuwählen, die es den Teilnehmenden ermöglicht, bequem von der Arbeit zur Freizeit zu wechseln, und zwar physisch wie auch emotional.
Ein zu früher Beginn der Veranstaltung kann es einzelnen Mitarbeitenden deutlich erschweren, teilzunehmen, da ihre Arbeit möglicherweise noch nicht beendet ist. Im Allgemeinen ist es eine gute Entscheidung, die Veranstaltung zwischen 17.00/17:30 Uhr und 18.30/19:00 Uhr zu beginnen. Wenn der Veranstaltungsort außerhalb des Unternehmensgebäudes liegt, ist es ratsam, lieber ein späteres Zeitfenster zu wählen, damit alle Interessierten genügend Zeit haben, das Büro (oder Homeoffice) zu verlassen und den Veranstaltungsort zu erreichen.
Denken Sie auch an kulturelle Normen und Gewohnheiten in Bezug auf After-Work-Aktivitäten. Je nach Belegschaft ist es möglicherweise ratsam, die Veranstaltungen etwas später am Abend zu beginnen, wenn das Essen in den Heimatländern der Mitarbeitenden vor 19 Uhr ein "No Go" wäre. Ideal ist eine kurze Umfrage im Vorfeld des ersten After-Work-Events. Hier kann abgefragt werden, welche Startzeit und Dauer für die Mehrheit der Interessierten am besten passt.
Tag und Dauer der Veranstaltung
Was den Wochentag angeht, ist alles möglich. Wir (in der Redaktion) würden tatsächlich mal den Montag als ideal empfehlen. Montags haben zahlreiche Restaurants und Freizeiteinrichtungen ihren Ruhetag – wie gut, wenn man dem tristesten Tag der Woche einen neuen Sinn einhauchen kann (Socializing- / Community- / Netzwerk-Montag / "Eat & Greet" | #MondayMotivation).
Die ideale Dauer eines After-Work-Events kann variieren. Für Events mit dem primären Ziel "Networking" ist eine Dauer von 1,5 bis 2 Stunden in der Regel angemessen. Dieser Zeitrahmen ermöglicht es den Teilnehmenden, Kontakte zu knüpfen und ein paar Gespräche zu führen, ohne sich gehetzt zu fühlen.
Für ein lockeres Beisammensein kann die Dauer flexibel sein. Wie bei einer "Happy Hour" kann man die reguläre Dauer auf 1 Stunde limitieren, das Ende aber offen lassen. 1 bis 2 Stunden sind in der Regel ok, damit man sich entspannen, unterhalten und die Gesellschaft genießen kann.
Wenn die After-Work-Veranstaltungen spezielle Aktivitäten wie Livemusik bieten, kann die Dauer auch schon mal auf bis zu 4 Stunden verlängert werden, abhängig von der Art der Aktivitäten und vom Wochentag.
Vergessen Sie nicht, das Datum, Zeitfenster und ggf. auch Motto jeder Veranstaltung an alle Mitarbeitenden rechtzeitig im Voraus zu kommunizieren, damit diese entsprechend planen können.
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Titelbild: Afterwork Event / Foto: canva
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