Best Practice Event in Zell am See-Kaprun: Wie die Kombination aus Ski und Golf neue Maßstäbe für Destinationen und die Eventwirtschaft setzt.
Die Eventbranche befindet sich im permanenten Wandel nach der Suche nach dem "Unique Selling Proposition" (USP). Klassische Eventformate greifen oft zu kurz, um anspruchsvolle Zielgruppen nachhaltig zu begeistern. Der Trend der Stunde heißt daher Hybridisierung – genauer gesagt: Crossover-Events. Durch die Verschmelzung zweier scheinbar gegensätzlicher (bzw. nicht harmonierender) Eventdisziplinen entstehen völlig neue Erlebnisebenen.
Die Ski&Golf Weltmeisterschaft 2026 in Zell am See-Kaprun liefert ein Erfolgsbeispiel dafür, wie aus Kontrasten ein hocheffektives Erlebniskonzept für die Eventwirtschaft und den Destinationstourismus wird.
Die Crossover-Faszination: Gegensätze ziehen Zielgruppen an
Ein Crossover-Event bricht bewusst mit linearer Event-Logik. Statt sich auf eine einzige Kernkompetenz oder eine homogene Community zu fokussieren, kombiniert es unterschiedliche Erlebniswelten. Das Prinzip dahinter basiert auf emotionaler Synergie: Die Leidenschaft für zwei unterschiedliche Themen wird in einer einzigen Veranstaltung gebündelt. Am Beispiel von "Ski und Golf" wird dieses Prinzip deutlich. Auf der einen Seite steht der dynamische, Adrenalin-geladene Wintersport; auf der anderen Seite der hochkonzentrierte, präzise und strategische Rasensport.
Durch diese Kombination wird nicht nur die Verweildauer der Teilnehmer erhöht, sondern auch die demografische und geografische Reichweite erweitert. Das Format zieht Allrounder und Spezialisten beider Disziplinen sowie ein hochkarätiges Netzwerk aus Wirtschaft und Sport an, die vielleicht nie bei einem Event aufeinandergetroffen wären.
Vom 13. bis 16. Mai 2026 bewies die Region Zell am See-Kaprun, wie dieses Konzept in der Praxis funktioniert. Bei der diesjährigen Ski&Golf Weltmeisterschaft maßen sich 139 Athletinnen und Athleten aus 12 Nationen in einer einzigartigen Kombination aus einem FIS-Riesentorlauf auf dem frisch verschneiten Kitzsteinhorn Gletscher und einem zweitägigen Golfturnier auf dem Leading-Golf-Course der Alpen. Mit einem Teilnehmerplus von über 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeigt der Trend steil nach oben.
Das sportliche Herzschlagfinale unterstrich die Dramatik des Formats: Bei den Herren siegte der Schweizer Zeno Felder hauchdünn mit nur einem Schlag Vorsprung vor dem Weltcup-Profi Sam Maes. Bei den Damen setzte sich Sophie Dekker aus den Niederlanden erst im dritten Stechen gegen die internationale Konkurrenz durch.
Die Beteiligung von Top-Athleten wie dem Skicross-Olympioniken Ollie Davies oder Ski-Alpin-Profis wie Loic Chable und Semyel Bissig (Team-Sieger "Eidgenossen") zeigt, welchen Stellenwert das Event in der Profi-Szene genießt.
Flankiert wurde das sportliche Programm von Netzwerk-Formaten wie einer "Players Night" mit BBQ und Special Contests entlang der Halfway-Stations (unterstützt vom Sporthotel Alpin und Sportresort Alpenblick) – der perfekte Mix aus High-Performance-Sport und exklusivem Networking.
"Die Ski&Golf WM zeigt genau das, was diese Region so besonders macht: Ein Tag im Schnee am Gletscher, am anderen am Golfplatz zwischen See und Berg – diese Kombination ist einzigartig." – Sam Maes, Ski-Alpin-Weltcupläufer & Teilnehmer
Infrastruktur als Enabler: Eine logistische Meisterleistung
Für Event-Veranstalter zeigt das Beispiel Zell am See-Kaprun auch die operativen Herausforderungen auf. Crossover-Konzepte stellen in der Regel besondere Anforderungen an die Infrastruktur und das Projektmanagement. Das Ski-&Golf-WM-Wochenende erforderte eine perfekte Symbiose zwischen Bergbahnen, Pisten- und Golfplatz-Betreibern, Hotellerie und den lokalen Tourismusverbänden.
Fazit der Redaktion: Das Potenzial von Crossover-Konzepten für die Eventwirtschaft
Die Ski&Golf Weltmeisterschaft in Zell am See-Kaprun liefert der globalen MICE- und Eventbranche wertvolle Insights über das strategische Potenzial von Crossover-Formaten:
- Saisonalitäts-Brücke und Erhöhung der Wertschöpfung: Für Destinationen sind Crossover-Events das ideale Werkzeug zur Belebung der Nebensaison (Saison-Closing im Winter / Saison-Opening im Sommer). Sie nutzen vorhandene Infrastrukturen antizyklisch aus und maximieren die Wertschöpfung in Phasen, in denen klassische Buchungen stagnieren. Lisa Loferer (CEO Zell am See-Kaprun Tourismus) betont folgerichtig die Etablierung des Events als "wichtiger Treffpunkt der internationalen Sport- und Business-Community".
- Erhöhte Sponsoren-Attraktivität durch Diversifikation: Markenpartner suchen heute nach Content-Tiefe statt reiner Logo-Präsenz. Ein Crossover-Format bietet Sponsoren doppelte Aktivierungsmöglichkeiten und den Zugang zu zwei unterschiedlichen, kaufkräftigen Zielgruppen-Segmenten im Rahmen einer einzigen Veranstaltung.
- Storytelling-Mehrwert: In Zeiten der Reizüberflutung generieren hybride Formate wie "Vom Neuschnee aufs Green" organische mediale Aufmerksamkeit. Das Wachstum bei den Teilnehmerzahlen der Ski&Golf WM beweist, dass der Markt nach solchen außergewöhnlichen Erlebnissen verlangt.
Die Zukunft gehört Formaten, die Silos aufbrechen. Wer es versteht, scheinbare Gegensätze – sei es Sport und Kultur, Kulinarik und Tech oder eben Ski und Golf – perfekt miteinander zu verknüpfen, schafft schwer kopierbare Event-Brands mit hoher Anziehungskraft und nachhaltigem wirtschaftlichen Impact.
Vorschau 2027
Die nächste Ski&Golf Weltmeisterschaft in Zell am See-Kaprun ist bereits fixiert und findet vom 5. bis 8. Mai 2027 statt. Anmeldungen sind ab Anfang Juni 2026 unter www.skigolfworldcup.com möglich.
Titelbild: Opening der Ski&Golf WM 2026 in Zell am See-Kaprun (Copyright: Zell am See-Kaprun_JOE)

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Zusammenfassung (Abstract):
Der Trend im Eventmarketing geht hin zu "Crossover"-Konzepten, die scheinbare Gegensätze miteinander verbinden. Als Best Practice Case dient die Ski&Golf Weltmeisterschaft 2026 in Zell am See-Kaprun, bei der die Kombination aus Wintersport auf dem Gletscher und Sommersport auf dem Green für neue Rekord-Teilnehmerzahlen sorgte. Solche hybriden Formate bieten der Eventwirtschaft und Destinationen ein enormes Potenzial: Sie überbrücken die Nebensaison, maximieren die Wertschöpfung vorhandener Infrastrukturen, bieten Sponsoren diversifizierte Aktivierungsflächen und generieren durch starkes Storytelling organische Reichweite.







